Freitag, 19. Oktober 2012

Jinn * Dämon

On the man's shoulders, where his head should have rested, was instead the head of a monkey. A chimpanzee.
Jinn

Dämon (Originaltitel 'Jinn') ist der erste Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Matthew Delaney.


Im November des Jahres 1943 erreicht der Pazifikkrieg die kleine Tropeninsel Bougainville. Während der Gefechte geht ein US-Erkundungstrupp im Dschungel verloren. Ein zweites Platoon wird ihm hinterher geschickt. Ständig wird es in Scharmützel mit feindlichen Japanern verwickelt. Schlimmer sind jedoch hinterhältige Mordattacken, die eine fremde, sadistische Macht auf die Männer verübt. Hartnäckig verfolgen diese ihren Auftrag, aber was sie finden und bergen, versinkt nach einem Luftangriff mit dem Truppentransporter „Galla“ im Meer.



64 Jahre später wird das Wrack gehoben und in das neue Marinemuseum des Finanzmagnaten Joseph Lyerman nach Boston im US-Staat Massachusetts geschleppt. Ein Jahr später fällt dessen ungeratener Sohn einem brutalen Mord zum Opfer. Mit dem Fall werden die Detectives Jefferson und Brogan beauftragt. Sie haben kaum die Ermittlungen aufgenommen, als überall in der Stadt Leichen gefunden werden, die von riesigen Klauen buchstäblich in Stücke gerissen wurden.
Und der alte Lyerman weiß mehr als er verraten mag...





Was uns Matthew Delaney mit diesem Werk angetan hat, ist kaum in Worte zu fassen. Schon auf den ersten 100 Seiten, lässt einen das Buch vor lauter Anspannung und Neugierde, nicht mehr kalt. Nein, es läuft einem sogar eiskalt den Rücken hinunter. Ein Trupp Soldaten dringt tief in den Dschungel ein. Nebst der Kämpfe mit den Japanern, kommt ihnen auch noch eine ungeheure Kreatur in die Quere, die die Soldaten rund um Seargent Seals einen nach den anderen niedermetzelt.


Ja, das Buch ist geprägt von schrecklich vielen, grausamen Bluttaten. Verstümmelte Opfer haben keinen Kopf mehr, zumindest keinen eigenen. Stattdessen tragen sie den eines Tieres.

Außer das die beiden Detectives Jefferson und Brogan äußerst sympathisch auf den Leser wirken, hat das Buch nicht allzu viele schöne Seiten (im wahrsten Sinne des Wortes). Nein, es ist nichts für schwache nerven, denn dieser Thriller, lässt einen selbst im Traum nicht in Ruhe. Trotz der vielen Seiten (über 700) lässt sich das Buch einfach und flüssig lesen. Es gibt kaum ruhige Minuten, und sofern es eine ruhige Minute im Buch gibt, passiert auf der nächsten Seite wieder etwas vollkommen unerwartetes. Wobei wir beim nächsten wichtigen Punkt wären: Im Gegensatz zu anderen Thrillern, in denen man bereits nach den ersten 300 Seiten weiß, wie es endet, wer der Täter ist, usw. gibt es hier bis zur letzten Minute Spannung pur.



Das Erstlingswerk des Schriftstellers ist nicht nur ein Meisterwerk, nein, es hat alles was ein guter Thriller braucht. Wer sich hier nicht gruselt oder wem es hier an Spannung fehlt, dem kann man nicht mehr helfen.



Dämon
Matthew Delaney
Batei Lübbe

Persönliche Note: ♫ ♫ 




5 von 5 Punkten. Ein Buch, das ich jedem Thriller Fan und allen die es noch werden wollen, wärmstens empfehlen kann. Matthew Delaney hat mit seinem ersten Werk auch die Kritiker überzeugt, immerhin erhielt er 2004 den 'International Horror Guilt Award' und auch die Filmrechte zum Buch wurden noch vor der Fertigstellung des Buches an Touchstone Pictures verkauft. Sein zweites Werk 'GOLEM' wird daher auf alle Fälle noch Anklang in meiner Leseliste finden. Man kann gespannt sein!

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