Samstag, 29. Dezember 2012

Fifty Shades of Grey * Shades of Grey - Geheimes Verlangen


Mein Gott, wie weit kannst Du ihn noch in den Mund nehmen? Hast du keinen Würgereflex?



Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnelstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe - in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht...





Die Welt steht nicht mehr lange. Nein, tatsächlich, die Welt geht unter, immer schneller, immer weiter. DER Welt-Bestseller schlechthin - Shades of Grey - hat für den kurzen Zeitraum von 2 Tagen einzug in meinem Bücherregal gefunden. Nein, ich habe es nicht zu Ende gelesen. Und nein, ich werde keinen weiteren Band davon lesen.

Zahlreiche Freunde und Bekannte haben nicht nur von diesem Buch geschwärmt, nein, sie haben es mir auch wärmstens empfohlen. Ich hätte wohl selber daran denken müssen mich von einem Buch, das Leuten imponiert, die in ihrem Leben noch keine 30 Bücher gelesen haben, fernzuhalten. Doch es kam wie es kommen musste, und auch ich kam in den überaus verführerischen Genuss der leidenschaftlichen Beziehung von Ana und Christian.

Doch was ist nun tatsächlich das Geheimnis dieses Buches, das tausende, ja millionen von Frauen in seinen Bann zieht? Ich weiß es nicht. Zumindest hat weder das Buch mich, noch habe ich dieses Buch verschlungen. Lasst es mich so ausdrücken: Verzweifelte Hausfrauen, die sich von ihrem geliebten Ehemann vernachlässigt fühlen, die in ihren eigenen vier Wänden verbittert sitzen und sich fragen, was das Leben gebracht hat, sind davon natürlich begeistert. Unerfahrene "Literaturverabscheuer", die außer (wenn überhaupt) einiger Schulbücher und der Pflichtlektüre im Unterricht noch nichts gelesen haben, sind davon natürlich begeistert. Menschen, die in ihrem Leben weder Kafka, Goethe noch Schiller oder Tolstoi kennen oder gelesen haben, sind davon natürlich begeistert.

Elfriede Jelinek löste 1983 bzw. 1989 österreichweit eine Skandalwelle mit ihren beiden Werken "Die Klavierspielerin" und "Lust" aus, zwei Klassiker, die den Einzug in hochwertige Literatur schafften. Doch trotz der ähnlichen Thematik, erkennt man einen gigantischen Unterschied.

Im Gegensatz zu Jelinek, benutzt James eine schrecklich naive und einfache Sprache. Wortwiederholungen ziehen sich vom ersten Satz bis zur Seite 285 (an dieser Stelle musste ich mich von den Qualen dieses Buches entreißen).

Doch nun zu den, von vielen Frauen als, so wahnsinnige erotische und grandiosen Stellen, in denen Christian seine Ana vernascht. Bum-Bum, spring-spring, klopf-klopf. That's it. Nein danke. Ich habe historische Romane gelesen, in denen Priester und Nonnen härtere Sexszenen durchleben, als hier. Doch auch mit den beiden Protagonisten kann ich persönlich wenig anfangen. Eine 21 jährige Studentin, die in der Blüte ihres Lebens noch nie Sex hatte und auch noch nie einen Mann geküsst hat, ein absolutes Mauerblümchen ist, von Tuten und Blasen keine Ahnung haben kann, verwandelt sich mir nichts, dir nichts in einen abgotisch erotischen, verruchten, erfahrenen Sexvamp, der Mr. Christian plötzlich sprachlos werden lässt - der jedoch schon endlos viele Kätzchen vernascht hat.

Nachdem ich mir hier jegliche weitere Ausführungen ersparen möchte, da Frau, die dieses Buch noch nicht gelesen hat, absolut nichts versäumt hat, belasse ich es hierbei.

Fazit: Wer auf Niveau, Sprache und Inhalt wenig bis keinen Wert legt - bitte zugreifen!! Alle anderen, bitte die Finger davon lassen, und keine Angst - wenn man es nicht liest, hat man definitiv nichts verpasst!


Shades of Grey - Geheimes Verlangen
E.L. James
Goldmann Verlag

Persönliche Note: ♫ ♫ 


0 von 5 möglichen Punkten. Ich glaube, dazu muss ich nun wirklich nichts mehr sagen.















1 Kommentar:

  1. Herrlich geschrieben :D Du triffst es auf den Punkt!

    Liebe Grüße

    Rica

    AntwortenLöschen

Danke für deine Rückmeldung :)