Mittwoch, 24. Juli 2013

Between the Lines * Mein Herz zwischen den Zeilen

Echte Märchen sind nichts für Zartbesaitete. Kinder werden von Hexen gefressen und von Wölfen gejagt; Frauen fallen ins Koma und werden von bösen Verwandten misshandelt. Aber am Schluss haben sich all die Schmerzen und Qualen irgendwie gelohnt, denn es gibt immer ein Happy End.

»Hilf mir« - Deliah kann es kaum fassen, als sie diese Nachricht in ihrem Lieblingsbuch findet. Offensichtlich hat Oliver, der umwerfend gut aussehende Prinz der Geschichte, die Bitte speziell für sie hinterlassen. Und tatsächlich: Schnell stellen die beiden fest, dass sie über die Grenzen der Buchseiten hinweg miteinander sprechen können. Doch das reicht ihnen schon bald nicht mehr aus. Oliver ist schon lange genervt von seinem Märchen, das er immer wieder durchspielen muss, sobald ein Leser das Buch aufschlägt. Und er findet Gefallen an Deliah, die so anders ist als die langweilige Prinzessin Seraphima, die er sonst immer küssen muss. Da ist es doch klar, dass er endlich zu ihr will! Und Deliah: Die hat sich längst Hals über Kopf in ihren Märchenprinzen verliebt. Und ist begeistert von der Idee, Oliver aus dem Buch herauszuholen. Doch wie können die beiden es schaffen, die Grenzen zwischen ihren so unterschiedlichen Welten zu überwinden? Zusammen mit ihrer Tochter Samantha hat die bekannte Bestseller-Autorin Jodi Picoult einen Liebesroman geschrieben - mitreißend, märchenhaft, unwiderstehlich!


Jodi Picoult ist eine weltweit bekannte und grandiose Schriftstellerin. Nach zahlreichen Bestsellern hat sich die Autorin nun mit ihrer Tochter zusammengeschlossen und ein wunderbares Märchen gestaltet. "Mein Herz zwischen den Zeilen"- ein modernes Märchen, das aufzeigt, wie das Leben der Protagonisten eines Buches nach dem Schließen der Seiten aussieht und was geschieht, wenn ein junges Mädchen sein Herz zwischen den Zeilen verliert...

Oliver ist der wunderschöne Prinz in dem Buch "Mein Herz zwischen den Zeilen", der schön und intelligent, jedoch nicht mutig ist. Um die wunderschöne Prinzessin zu retten, muss er sich mit vielen bösen Kreaturen herumschlagen. So zumindest die Geschichte. Was viele jedoch nicht wissen: sobald das Buch jedoch geschlossen wird führen die Protagonisten ihr eigenes Leben, wie Schauspieler sind sie stets zur Stelle, sobald das Buch gelesen wird. Der kluge Prinz gibt sich mit seinem eintönigen Leben nicht mehr zufrieden - und es gibt einen Lichtblick. Die 15-jährige Delilah entdeckt die einzige Aussgabe des Buches von Jessamyn Jacobs in der Schulbibliothek und leiht es sich regelmäßig aus. Eines Tags entdeckt sie eine Botschaft von Oliver und so nimmt die Geschichte seinen Lauf... 

Die Geschichte beginnt mit einem ersten Einblick in das Märchen. Gespickt mit wunderbaren Illustrationen liest sich der Einstieg in die Geschichte leicht und flüssig, es ist interessant, spannend und lässt auf ein tolles Märchen bzw. eine tolle Geschichte drumherum hoffen. Der Schreibstil ist einfach und einladend und überrascht den Leser immer wieder von vorne. Abwechselnd berichten Oliver und Delilah von ihrem Leben, Wünschen, Träumen und Hoffnungen. Auch wenn es oft interessante neue Dinge zu erfahren gibt, springt der letzte Funken an Spannung nicht auf den Leser über. 

Die beiden Hauptpersonen stammen aus zwei verschiedenen Welten. Man erfährt nicht viel von den Beiden, außer ihren Lebensumständen und was sie sich wünschen. Die Protagonisten sind sehr oberflächlich und knapp beschrieben, daher fällt es dem Leser umso schwerer sich in die Figuren hineinzuversetzen. Der Aufbau ist toll, die Idee der Wahnsinn und Picoult eigentlich ein grandiose Autorin, von der ich schon mehrere Bücher gelesen habe und stets begeistert war. Doch Im Endeffekt konnten die Autorinnen die ganze Geschichte nicht sehr gelungen umsetzen. Nach den ersten, wirklich spannenden und aufschlussreichen Seiten flachte die Handlung ab. Es war ein langes hin und her, nicht wirklich viel geschah und die Leselust nahm ein jähes Ende. 

Was über den Mittel/Hauptteil der Geschichte zu lang war, war am Ende zu kurz. Ein abruptes, unbefriedigendes Ende lies mich aus allen Wolken fallen und fand ich leider überhaupt nicht toll. Mir ging es zu schnell, es war zu verwirrend und zu unschlüssig. Für mich blieben oder besser gesagt bleiben viel zu viele Fragen offen, ich habe mit dem Buch nicht richtig abschließen können, und das finde ich sehr ärgerlich. Eine Geschichte oder ein Buch soll mich nach der letzten Seite zwar noch beschäftigen, doch nicht unzufrieden zurücklassen.


Mein Herz zwsichen den Zeilen
Jodi Picoult & Samantha van Leer
Bastei Lübbe
288 Seiten

Persönliche Note: ♫ ♪ 


2 von 5 möglichen Punkten: Tolle Idee mit einem wahnsinnig guten Aufbau, aus dem man so einiges hätte rausholen können. Doch leider haben Mutter und Tochter in ihrem ersten gemeinsamen Projekt leider viel zu viel Potenzial verschenkt. Die Geschichte begann sehr stark doch flachte schnell ab und konnte die Spannung nicht halten. Die Seiten zogen sich dahin und nahmen kein Ende, während die Geschichte keine Wende nahm und wieder spannend wurde. Dank der wunderschönen Illustrationen und der gelungenen Grundidee, bekommt das Buch noch 2 Punkte. Doch aufgrund der gescheiterten Geschichte, sind weitere Punkte nicht mehr möglich. 

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